Adieu, Berlin… bis bald!

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Morgen ist es erstmal vorbei, mein „Abenteuer des Selbstständigseins“. Nach genau einem Monat trete ich die Heimreise wieder an und sage erstmal „Adieu, Berlin!“.

Jetzt ist es langsam auch sehr ungemütlich hier, wenn der eisige Wind durch die Häuserschluchten fegt, die Temperaturen um den Gefrierpunkt tänzeln und die Menschen so schnell es geht von einem warmen Ort in den nächsten huschen. Auch wenn nicht alles so lief, wie ich es mir erhofft hatte, so ist es doch ein wichtiger Schritt gewesen, den ich gegangen bin und dass ich hier einen Monat ganz alleine verbracht habe. Erwachsen werden bzw sein und so… Und gestern Abend war auch toll, die ganzen bekannten Gesichter gesehen und ein kleines babyrosanes kennen gelernt.

Bald geht es in Richtung Süden, in die Wärme, die leider momentan gar nicht so warm ist, wie man sich das vorstellt. Doch trotzdem deutlich angenehmer als hier. Das wird schon, auch wenn es, wie seit einiger Zeit alles bei mir, sehr spontan ist. Und vorallem open end…

Die Zeit rennt, der Monat ging so schnell rum, die Zeit bis zum Abflug verging auch rasend schnell. Und das Jahr neigt sich dem Ende zu… Alles Sachen, die mich momentan beschäftigen, wie ihr in den Blogeinträgen zum Thema Zeit und zum restlichen Jahr nachlesen könnt.

Jetzt genieße ich den letzten Abend in meinem ersten, selbst gemieteten Reich in Berlin. I’ll be back!

Buchrezesion #28

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„American Devil“ – Oliver Stark

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Vermutlich vermisst meine Schwester das Buch, denn ich habe es einfach aus dem Wohnzimmer genommen, weil ich Büchermangel hatte (und immer noch habe!). Als ich anfing es zu lesen, dachte ich: „Juhu, richtiger Griff getan!“ Am Ende des Buches war ich mir dessen nicht mehr so sicher…

Ein Serienmörder, der es augenscheinlich auf reiche, blonde Frauen um die 20 abgesehen hat, hält New York City in Atem. Obwohl Tom Harper eigentlich vom Dienst suspendiert ist, wird er zu dem Fall hinzugezogen, um den „American Devil“, wie der Mörder auf Grund dessen, wie er seine Opfer hinterlässt, genannt wird, zu fassen.

Der Autor, Oliver Stark, zieht den Leser bei seinem Debüt gleich von Anfang an in seinen Bann, da die Sichtweise immer zwischen verschiedenen Beteiligten wechselt und der Leser somit teilweise vor dem Protagonisten Tom Harper weiß (bzw oft auch nur ahnt), was passieren wird. Die vielen Kapitel sind immer mit dem Ort, dem Datum und der Uhrzeit gekennzeichnet, damit der Leser weiß, wie er sie in den zeitlichen Ablauf einzuordnen hat.

Leider finde ich es am Ende sehr dramatisch, etwas unrealistisch, wodurch der Thriller für mich einen leicht bitteren Nachgeschmack hinterlassen hat. Werde bei Gelegenheit trotzdem den zweiten Teil der Tom Harper-Reihe (es soll wohl eine Reihe werden) lesen.

Würde ich weiter empfehlen: Vermutlich ja, da ich bis 3/4 des Buches hellauf begeistert war und wie gesagt nur das Ende für meinen Geschmack etwas zu dramatisch/happy end/“amerikanisch“ (obwohl der Autor Brite ist…) war.

Buchrezesion #27

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„Gone Girl“ – Gillian Flynn

Gone Girl

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Diesen Thriller kennt vermutlich schon jeder. Durch Zufall kam es dazu, dass ich ihn jetzt tatsächlich endlich lesen konnte. Ich hatte ihn schon ewig auf dem Radar, aber da er ja so ein Erfolg ist, waren selbst die gebrauchten Bücher so teuer, dass ich lieber wartete. In Cork hab ich dann erfahren, dass „Gone Girl“ bereits verfilmt wurde und bald in die Kinos kommen sollte, weswegen es ein Wink des Schicksals war, als ich das Buch bei unseren letzten hosts im Wohnzimmer liegen sah.

Und nun weiß ich auch, wieso Gillian Flynn es mit diesem Buch geschafft hat. Die Idee mit dem Tagebuch ist wirklich gut, denn sie schafft es tatsächlich, den Leser zu manipulieren. Leider finde ich, dass die sonst sehr hohe Spannung im letzten Drittel des Buches abnimmt. Das Ende finde ich persönlich auch wirklich dumm, besser kann ich es nicht beschreiben. Zudem mag ich keine offenen Enden… zumindest nicht so eines.

Werde mir vermutlich den Film demnächst einmal anschauen. Bin mal gespannt, wie sie gerade den ersten Teil des Buches umgesetzt haben bzw ob sie es geschafft haben, den Zuschauer so zu manipulieren…

Würde ich weiter empfehlen: Ja. Anfangs und in der Mitte wirklich spannend. Trotzdem würde ich es nicht so sehr hypen, wie es in der Presse gehyped wurde.

Buchrezesion #26

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„Paint it Black“ (EN) – Janet Fitch

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„Paint it Black“ von Janet Fitch hat mich positiv überrascht. Eigentlich habe ich von diesem Buch nicht sonderlich viel erwartet, da ich es für 2€ second hand in einem Buchladen (der übrigens super süß war und genau meinen Vorstellungen eines Buchladens entsprach) gekauft habe. Der Klappentext las sich ganz ok, die erste Seite hat es dann bei mir rausgerissen, dass ich es kaufte.

Vermutlich ist das Buch nicht für jedermann, denn Janet Fitch schreibt umgangsprachlich, teilweise vulgär, als sie von Josies Leben nach dem Tod ihres Freundes erzählt. Denn genau darum geht es: Um die Gedanken und Gefühle, die der Hauptcharakter Josie, ein Mädchen, das sich selbst als „white trash“ bezeichnet, hat nachdem sich ihr Freund das Leben nimmt. Sie kämpft nicht nur mit den Abgründen, die sich nach Michaels Tod auftun, sondern anfangs auch gegen seine reiche Mutter, später für die Anerkennung dieser.

Leider kann die Autorin meiner Meinung nach ihre lockere Schreibweise nicht bis zum Ende durchziehen, denn am Ende wirkt es, als wolle sie möglichst viele Seiten füllen, was dem Lesevergnügen einen kleinen Dämpfer verpasst.

Würde ich weiter empfehlen… Vermutlich schon.

Das Jahr neigt sich dem Ende zu…

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Leider stellt man das nicht, wie sonst in den Jahren davor manchmal, dadurch fest, dass schöne, fluffig weiße Flocken auf die Erde fallen. Nein, es ist leider grau in grau, ein fieser Nieselregen in Kombination mit Laub verwandelt die Bürgersteige in rutschige Angelegenheiten und die Temperatur, die vor wenigen Tagen noch angenehm, ja fast frühherbstlich war, entspricht nun eher dem, was man hier als „winterlich“ bezeichnet.

Es ist eigentlich auch noch zu früh, ein Résumé für das Jahr 2014 zu ziehen, weswegen ich eher eine kleine Vorschau auf das, was mich persönlich und uns alle noch bevorsteht, geben möchte:

Winter: Die richtigen Temperaturen hat es ja, wie oben schon geschrieben, teilweise bereits schon. Jetzt fehlt eigentlich nur noch Schnee, damit man es sich mit einer Tasse heißem Kakao oder Tee und ein paar Plätzchen auf dem Sofa gemütlich machen kann, ohne ein schlechtes Gewissen deswegen bekommen zu müssen.

Weihnachten: Persönlich geht die Geburt des werten Herrn J. eigentlich an mir vorbei. Nun leben wir jedoch in einer Gesellschaft, in der diese sehr wichtig ist und um ehrlich zu sein, habe ich auch nichts gegen die damit verbundenen Traditionen. Darum werden wir vermutlich alle demnächst über mindestens einen Weihnachtsmarkt schlendern, einen Punsch/Glühwein schlürfen und uns dem Konsum hingeben oder zumindest schauen, was es so schönes gibt. Zudem riecht es bald aus sämtlichen Küchen nach feinstem Zimt, frischen Plätzchen und klebrigen Zuckerguss. Je nach Familie/Freundeskreis bricht Hektik aus, weil alle die letzten Geschenke noch zu besorgen sind und wie jedes Jahr nimmt man sich vor, im nächsten früher mit dem Einkauf zu beginnen. Oder aber, man lehnt sich zurück und hat alle Geschenke bereits. Oder eben nicht, wie gesagt: mir ist die Geburt eines Familienmitgliedes oder eines Freundes wichtiger.

Zukunftsänderung: Das ist nun etwas sehr persönliches, was nur mich betrifft. Denn im nächsten Monat wird sich entscheiden, ob mein Leben in die eine oder die andere Richtung geht. Je nachdem, wie ich mich vor einer Woche gegeben habe, je nachdem, wie ich morgen die Nerven behalte… Zu gegebener Zeit werde ich Näheres erläutern.

Spanien: Und auch dies betrifft nur mich. Denn nach 4 1/2 Monaten Irland und einem Monat Großstadt, werde ich Anfang Dezember erneut den Flieger besteigen und für mindestens zwei Wochen im schönen (? noch war ich nie dort, das wird sich dann zeigen) Spanien sein. Hach, wie ich mich freue!

Und nun werde ich mir mal ein paar Gedanken machen, was Geschenke betrifft… Geburtstags-, nicht Weihnachtesgeschenke 🙂

Buchrezesion #25

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„The Castle in the Pyrenees“ (EN) – Jostein Gaarder

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Dieses Buch von Jostein Gaarder habe ich (naja, eigentlich wir, aber der Herr wollte lieber die Schokolade haben) von unseren ersten hosts als Abschiedsgeschenk bekommen. Der Klappentext klang wirklich spannend, es hörte sich auch eher wie ein Krimi an.

Im Großen und Ganzen ist das Buch in Brief- bzw. eMail-Format verfasst, die sich die Hauptcharaktere Steinn und Solrunn schicken. Und wie sich rausstellte ist es keinesfalls ein Krimi, sondern ein philosophisches Buch, da sich die beiden über die „wichtigen Dinge im Leben“ unterhalten. Sie diskutieren sowohl über Religion, über ein mögliches Leben nach dem Tod, über den Sinn des Lebens und und und…. Ebenso erfährt der Leser durch den eMail-Verkehr, weswegen sich das einstige Liebespaar trennte und welchen Lebensweg sie jeweils einschlugen, aber auch, was die beiden früher gemeinsam erlebten.

Auch wenn ich normalerweise keine wirklich philosophischen Bücher lese, habe ich dies komplett gelesen und war zufrieden damit. Fande es interessant, die verschiedenen Ansichten zu lesen. Nur das Ende war meiner Meinung nach ziemlich… naja. Übertrieben?!

Würde ich weiter empfehlen… Ja, wenn man sich für Philosophie interessiert. Ansonsten nicht unbedingt. Würde aber auf jeden Fall nicht davon abraten.

Buchrezesion #24

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„Italian Shoes“ (EN) – Henning Mankell

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Bei diesem Buch war ich etwas enttäuscht. Der Klappentext hörte sich vielversprechend an und weckte bei mir die Erwartung, dass es sich hierbei um einen Thriller oder Krimi handelt, zumal darauf hingewiesen wurde, dass Henning Mankell viele Krimis geschrieben hat. Leider kann ich auch nach den 356 Seiten nicht sagen, was für ein Genre dieses Buch bedient.

Die Geschichte kommt meiner Meinung nach nicht richtig in Fahrt, sie ist nicht unbedingt spannend und fesselnd, jedoch auch nicht wirklich langweilig, da der Leser immer die Hoffnung hat, dass endlich etwas passiert. Wenn ich das Buch in einem Wort beschreiben müsste, würde es vermutlich „gemächlich“ sein. Selbst Momente, die eigentlich stressig und nicht alltäglich sind, zum Beispiel Suizid, werden sehr nüchtern berichtet.

Würde ich weiter empfehlen… Vermutlich nicht. Es ist zwar okay, aber auch nichts, an das man sich in Zukunft erinnern muss.

Buchrezesion #23

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„And the Mountains echoed“ – Khaled Hosseini

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Nach „Drachenläufer“ konnte ich direkt mit dem dritten Buch von Khaled Hosseini anfangen. „And the Mountains Echoed“ heißt im Deutschen „Traumsammler“ und ist ein wahrhaftig traumhaftes Buch. Wie ich bereits erwähnte, mag ich den Schreibstil von Khaled Hosseini sehr, doch dieses Mal hat er sich meiner Meinung nach selbst übertroffen. Jedes Kapitel ist aus der Sichtweise einer Person, jede Person steht nur in einem Kapitel im Vordergrund, mal sind es Gedanken, mal ein Brief, dann ein Interview. Auch die zeitliche Abfolge ist nicht gegeben, jedes Kapitel spielt irgendwann zwischen 1950 und 2010 (was jedoch immer am Anfang steht).

Anfangs ist es etwas verwirrend, da einem die Verbindungen zwischen den einzelnen Charakteren nicht sofort klar ist, jedoch legt sich dies nach wenigen Kapiteln.

Würde ich weiter empfehlen… Ja. Eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe! Ich will aber wirklich nicht mehr verraten, denn es ist so eine gute Lektüre, dass ich es niemanden versauen möchte. Lest es!

Buchrezesion #22

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„The Kite Runner“ (EN) – Khaled Hosseini

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Wer hat noch nicht vom „Drachenläufer“ gehört… Ich glaube, ich kenne genau eine Person.

Das Buch war ja im Jahre 2003, als es hier erschien, in aller Munde und stand auf diversen Bestseller- und must-read-Listen. Vermutlich war ich noch zu jung (damals las ich ausschließlich Detektivgeschichten oder Teenie-Mädchenbücher), sonst kann ich mir nicht erklären, wieso ich es mir nicht schon früher zu Gemüte geführt habe.

Meine Omi hat mir vor Jahren das zweite Buch („Tausend strahlende Sonnen“) von Khaled Hosseini geschenkt, wieso auch immer verstaubte es jedoch ebenso viele Jahre in meinem Bücherregal, bis ich eines Tages einfach kein Buch mehr hatte und es doch anfing zu lesen… und nicht mehr aufhören konnte.

Auch „Kite Runner“ ist ein wunderbar geschriebenes Buch, welches man nicht zur Seite legen möchte. Khaled Hosseini hat einen Schreibstil, den nicht viele Autoren umsetzen können. Manchmal wird in der Gegenwart erzählt, dann wiederum Erinnerungen oder Geschichten, die bestimmte Handlungsweisen der Charaktere im Nachhinein erklären. Natürlich weiß ich nicht, ob das Leben in Afghanistan so war/ist, aber Khaled Hosseini schafft es, dass der Leser denkt, es könne gar nicht anders gewesen sein.

Würde ich weiter empfehlen… Auf jeden Fall!!! Ein wunderbar trauriges Buch, das den Leser trotz allem nicht in Depression verfallen lässt, ihm statt dessen ein Gefühl der Wärme und für das staubige Afghanistan gibt.

Buchrezesion #21

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„The Snowman“ (EN) – Jo Nesbø

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Obwohl ich natürlich schon öfters von Jo Nesbø gehört und Bücher gesehen habe, war dies tatsächlich das erste, welches ich las.

Ein wirklich spannender Krimi mit vielen unerwarteten Wendungen, der den Leser fesselt und ihn das ein oder andere Mal erschaudern lässt (was nicht nur am winterlichen Norwegen liegt). Auch wenn dieses Buch Teil einer Reihe um den Polizisten Harry Hole ist, konnte ich gut folgen und hatte nie das Gefühl, irgendwelche Zusammenhänge auf Grund der Vorgeschichte nicht zu verstehen.

Würde ich weiter empfehlen… Oh ja! Ich mag Krimis, die in Skandinavien spielen. Allein, weil die Beschreibung des (hier) winterlichen Norwegens eine so mystische Stimmung erzeugt; und wenn dann noch die Geschichte stimmt… Top!